Schamanenreise

 

Eine Schamanenreise ist eine Reise in die „Anderswelt“, wo wir unseren Krafttieren, geistigen Führern, Schutzengeln und Ahnen begegnen können um uns auf sehr tiefe Weise berühren zu lassen. Sie bietet eine Möglichkeit um für sich selbst (oder andere) Antworten und Heilung durch diese „Spirits“ zu finden.

Wie eine solche Reise praktiziert wird, werde ich hier nicht angeben, da ich aus Erfahrung weiß, dass es sinnvoller ist dieses durch einen erfahrenen Schamanen zu erlernen. Ein Schamane ist also ein Mittler zwischen den Welten.

Die Schamanenreise wird in vielen Traditionen angewendet und wird nicht wie so oft angenommen nur von Indianern praktiziert.

Auf  der ganzen Welt sind Schamanen unterwegs in der „Anderswelt“ egal welche Hautfarbe sie haben oder welcher Kultur sie angehören.

Um eine kleine Vorstellung davon zu bekommen wie eine Schamanenreise aussehen kann, werde ich euch hier meine ersten Begegnungen, die nun schon viele Jahre her sind beschreiben:

 

Als ich die Anderswelt betrat fand ich mich an einem Meer wieder.

Es war ein steiniger Strand mit kantigen Felsen. Ich setzte mich auf einen großen Stein und sah aufs Wasser.

Ein paar Minuten blickte ich hinaus in die Ferne bis ich neben mir einen großen Vogel bemerkte. Ein Kormoran hatte sich zu mir gesellt. Erstaunt blickte ich ihn an und er begann mit mir auf telepatische Weise zu kommunizieren.

Er gab mir zu verstehen, dass mich jemand erwartet und richtete seinen Blick auf das Wasser.

Im nächsten Augenblick tauchte dort ein weißer Hai auf. Ich erschrak.

Er rutschte ans Ufer, so dass er zur Hälfte aus dem Wasser ragte. Mein Herz schlug ziemlich schnell, denn so eine Begegnung hatte ich hier nicht erwartet.

Der Hai forderte mich auf mich ihm zu nähern, was ich zunächst verweigerte. Nachdem der Kormoran mich dann etwas beruhigen konnte, wagte ich ein paar Schritte Richtung Wasser. Plötzlich stand ich ganz nah am Hai und war wie erstarrt vor Ehrfurcht.

Der Vogel sagte ich dürfe den Hai jetzt anfassen, was ich eigentlich nicht wirklich wollte, aber ganz zögerlich bewegte ich meine Hand auf ihn zu. Ich berührte ihn dann ganz leicht und konnte seine raue, sandpapierartige Haut fühlen. Ich war sehr überrascht, da ich bis dahin nicht wusste dass Haie eine raue Haut besitzen, ich hatte etwas glitschiges erwartet.

Der Hai lud mich ein mit ihm durch die Wellen des Meeres zu schwimmen, was ich allerdings vorerst ablehnte, denn das war mir dann doch ein bisschen viel fürs erste.

Ich entschied mich mit freundlichem Einverständnis des Kormorans, einen Flug auf dessen Rücken zu riskieren um dem Hai aus der Luft folgen zu können.

Gemeinsam überquerten wir das Meer. Der Hai im Wasser und der Kormoran und ich in der Luft. Aus dieser Perspektive konnte ich den Hai immer gut sehen und fühlte mich trotz der enormen Höhe relativ sicher. Wir machten einen Steifzug der eine ganze Weile andauerte und ich bekam die Gelegenheit, die Landschaft dieser Anderswelt zu bestaunen.

Am Ende der Besichtigung setzte mich der Kormoran wieder am Meeresrand ab und ich begab mich zurück in die alltägliche Wirklichkeit.

 

 

Weiteres folgt ....

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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